Legende Harald Juhnke & Conferencier Cherno Jobatey

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Harald Juhnke! Mit dieser Bühnenlegende  einmal das Scheinwerferlicht teilen! Für Conferencier Cherno Jobatey, der ja auch ein eingeborener Berliner ist, erfüllte sich dieser Kindheitstraum. Der Berliner Polizistensohn Harald Juhnke war wahrscheinlich der größte deutsche Entertainer seiner Generation und bestimmt das berühmteste Berliner Original. Das Conferencier Cherno Jobatey Seite an Seite mit der deutschen Bühnen-Legende Harald Juhnke gleich einen ganzen Abend lang auftreten durfte, gar bei einer Sylvester-Gala am Pariser Platz in Berlin, das war ganz bestimmt einer der Höhepunkte in seiner Karriere.

Harald Juhnke, der Inbegriff des Urberliners mit der berühmten Berliner Schnoddrigkeit

Harald Juhnke wurde im Arbeiterbezirk Wedding geboren, erlebte das Dritte Reich als Pimpf und stand nach Abitur und etwas Schauspielunterricht im Nachkriegsberlin zum ersten Mal auf der Bühne. Bekannt wurde Harald Juhnke in den 50er- und 60er-Jahren mit Filmen, meist alsjugendlicher Liebhaber oder lustiger Berliner. In den 70ern gab’s Harald Juhnke häufig im Fernsehen: Zum Beispiel mit Grit Boettcher in der ZDF-Serie Ein verrücktes Paar. Traumquoten erreichte Harald Juhnke als Nachfolger von Peter Frankenfeld in der ZDF Show Musik ist Trumpf. Dreißig Millionen Zuschauer feierten Harald Juhnkes Auftritt in Smoking und Lackschuhen, als er ein bisschen den deutschen Frank Sinatra machte. Harald Juhnke’s größter Hit war wohl auch deshalbMy Way in einer deutschen Version.  Weniger bekannt ist Harald Juhnkes Synchronarbeit, etwa in den Klassikern Die Faust im Nacken oder Sayonara in denen er Marlon Brando sprach oder  Peter Sellers in Der rosarote Panther. Aber Publikumsliebling Harald Juhnke blieb trotz aller Showerfolge immer Schauspieler. Mitte der 80er wurde Harald Juhnke der Trödelhändler Ottmar Kinkel in der Fernsehserie Drei Damen vom Grill, unvergessen auch die Sketchserie mit Eddi Arent. Es waren auch Harald Juhnkes Sprüche, die seine Fans liebten, immer sehr direkt. „Die wenigsten Fehltritte begeht man mit den Füssen.“ oder  „Man müsste nochmals zwanzig sein – mit den Adressen von heute“. Für diese Wahrheiten, die jeden erreichten, liebten ihn die Leute. Der Volksschauspieler Harald Juhnke schaffte es spät auch noch, Kritikern zu gefallen. Sein Comeback als Filmschauspieler in Schtonk!, Der Papagei, Der Trinker  und Der Hauptmann von Köpenick ließ Feuilletonisten jubeln. 2005 verstarb Harald Juhnke nach langer Kranheit.