ZDF-Moderator Cherno Jobatey Capitol Washington

ZDF-Moderator Cherno Jobatey Capitol Washington

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ZDF-Moderator Cherno Jobatey moderiert live ins laufende Programm des Heute Journal aus Anlass der US-Präsidentenwahl. Bei erstaunlich warmen Temperaturen im November steht der ZDF-Moderator auf dem Capitol Hill direkt vor der Kuppel des Senatsgebäudes in Washington D.C.

Wer wird der neue Anführer der westlichen Welt? Europa blickte gespannt auf die USA. Für die deutschen Zuschauer erklärte ZDF-Moderator Cherno Jobatey das doch sehr andere amerikanische Wahlsystem mit dem Wahlmännergremium  und seinen 538 Wahlmännern die den Präsidenten dann wählen, und der für uns so fremden Winner-takes-all-Regelung. Und dazu noch das komplexe Wahlverhalten in den hart umkämpften Swing-States. Dann werden ja am Wahltag noch ein Drittel des Senats sowie alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses gewählt.

Obwohl ZDF-Moderator Cherno Jobatey klar ist, das das wahrscheinlich nur die politischen Feinschmecker interessiert, versteigt er sich noch in die Tiefen mitunter sehr eigenwillig abstimmender Staaten wie etwaKansas.  Der ZDF-Moderator erklärt seinem Publikum sogar das Phänomen der sogenannten Purple-States.  Also jener Staaten, die weder (demokratisch wählende) Blue States noch (republikanisch wählende) Red States  sind. Entweder wählen sie mal so mal so, oder haben ein „blaues“ State-Parlament, aber „rote“ Senatoren in Washington oder gar einen „roten“ Gouverneur.

Cherno Jobatey gehört mit zu den Kritikern, die bemängeln, dass der Wahlkampf praktisch nur noch in diesen umstrittenen, den battleground states stattfindet.  Seit den 1960er Jahren haben die Republikaner quasi ein Abo auf die konservativen Südstaaten wie Georgia oder Texas und viele  der Staaten des mittleren Westens. Die Demokraten wiederum bauen auf die liberaleren Staaten der Westküste wie Kalifornien, sowie die dicht besiedelten Neu-England Staaten. ZDF-Moderator Cherno Jobatey zählt noch einmal die wichtigsten Swingstates auf: Florida (gewonnen von George W. Bush), Ohio (Bush), New Mexico (Bush), Pennsylvania (Kerry), Wisconsin (Kerry) und Nevada(Bush).

Spannend macht die Wahlnacht zum Präsidentenamt, dass auch ein Drittel der Senatoren gewählt werden, die dann im Kapitol, also dem Gebäude direkt hinter ZDF-Moderator Cherno Jobatey ihren neuen Arbeitsplatz beziehen. Denn der US-Präsident ist nicht ganz so mächtig, wie viele glauben, er braucht sein Parlament, um etwas durchzusetzen. So scheiterte etwa Clintons Gesundheitsreform wie auch die Klimainitiativen am Kongress.

Auch die immer wiederkehrende Kritik am US-Wahlsystem thematisiert ZDF-Moderator Cherno Jobatey, denn im Extremfall kann das Wahlmännergremium-System gekoppelt mit der „Winner takes all“-Regelung des Mehrheitswahlrechts dazu führen, dass ein Präsident gewählt wird, der zwar die meisten Wahlmänner hat, aber keineswegs die Stimmenmehrheit der Wähler im Lande.