Frank-Walter Steinmeier & Cherno Jobatey Facebook Berlin Talk

#facebookBerlinTalk mit Außenminister Steinmeier

Deutsche Außenpolitik

Wer bestimmt eigentlich was unsere Diplomaten in der weiten Welt machen? Was passiert da genau? Ist die Außenpolitik ein Selbstläufer? Woran orientiert sie sich? Das Auswärtige Amt teilt mit: „Deutsche Außenpolitik ist werteorientiert und interessengeleitet. Europa, die transatlantische Partnerschaft, Außenpolitik als Friedenspolitik, neue Kraftzentren und die Gestaltung der Globalisierung stehen im Mittelpunkt der Außenpolitik der Bundesregierung.
Das klingt vernünftig. Da ja kann doch wirklich keiner was sagen. Zudem sind wir momentan das beliebteste Land der Erde. Unser Dasein und Sosein scheint doch perfekt. Also alles gut!

Außenpolitik nochmals durchdenken?

Wir leben in einer politischen Ordnung der Nachkriegszeit. Aber die ist schon lange her. Manch einer hat noch die Worte des damaligen polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski im Ohr, der bereits 2011 im Zeichen der Euro-Krise sagte: „Ich habe weniger Angst vor deutscher Macht, als ich anfange, mich vor deutscher Inaktivität zu fürchten.“ Auf Sikorskis Worte war kein Aufschrei zu vernehmen. Die sogenannte deutsche Frage, die so lange Europas Geschichte bestimmte, kennt man anscheinend nur noch vom Hörensagen. Vielmehr scheint es eine gestiegene internationale Erwartung zu geben. Deutschlands Rolle und Außenwahrnehmung scheint sich wohl gerade im Zuge der Euro-Krise sehr verändert zu haben.
Soll Deutschland mehr tun, wenn ja was? Oder lieber doch nicht? Die Bevölkerung ist da unentschlossen, wie Umfragen zeigen.

Review 2014

Frank-Walter Steinmeier hat einen Prozess namens Review 2014 (etwa: neu nachdenken) gestartet, für eine breite Diskussion, wie Deutschlands auswärtige Politik in Zukunft sein soll. Also, ist „Deutschland eigentlich zu groß, um Weltpolitik nur von der Außenlinie zu kommentieren“, wie Steinmeier sagte? Seitdem wird darüber diskutiert, so auch beim Facebook Berlin Talk.

#facebookBerlinTalk

Geduldig beantwortete der Außenminister viele Fragen der Anwesenden zu den Krisenherden der Welt. Lernen konnte man auch persönliches Frank-Walter Steinmeier: Er bedauert, kein native Speaker zu sein. So habe er zu geringe Kenntnis von englischen Kraftausdrücken, wenn er sich mit seinen Kollegen hinter verschlossenen Türen streite.