Christoph Keese, Kay Oberbeck & Cherno Jobatey in UdLDigital Talkshow

Der „Leistungsschutzrecht-Gipfel“ Springer vs. Google

Die Debatte um das Leistungsschutzrecht lässt Deutschland nicht los. Auch gut eine Woche nach der Debatte im Bundestag beherrscht das Thema weiterhin die meisten Diskussionen im Netz. Die entscheidenden Treiber des Streits trafen sich in der UdLDigital Talkshow: Christoph Keese vomAxel Springer Verlag und Kay Oberbeck von Google.

 

Vor den Augen von fast 200 Gästen entspann sich eine – gemessen an bisherigen Äußerungen – vergleichbar gelassene Debatte um den viel diskutierten Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht.

Beide Diskutanten waren um Sachlichkeit bemüht und stellten von Beginn an klar, dass sie die teils unpassende Wortwahl der Vergangenheit bedauerten. Gleichwohl – vom Versuch der Definition einer Kopie, über Studien gegen das Schutzrecht hin zur Textdatei robots.txt: Einen Konsens fanden die Diskutanten nicht.
Sinn des Leistungsschutzrechts sei es laut Keese das gewerbliche Kopieren von Inhalten der Presseverlage zu unterbinden und damit eine Lizenzierung zu ermöglichen. Oberbeck hingegen argumentierte, dass Suchmaschinen sich positiv auf die Auffindbarkeit und somit die Reichweite von Inhalten auswirken würden. Inhalte könnten schon heute mit robots.txt geschützt werden. Dies ist eine Textdatei mit der bestimmte Seiten oder Bereiche vor Indexierung bewahrt werden können. Keese allerdings sah dieses Verfahren als zu undifferenziert an. Aggregation sei gut und wichtig im Netz, müsse aber bezahlt werden. Man könne sie nicht kostenlos anbieten, so Keese.  Und weiter: Nach Verhandlungen über Lizenzvereinbarungen wäre es auch denkbar, längere Texte als Snippets zur Verfügung zu stellen, solange diese auch bezahlt würden.
Über diese Ausgabe der UdLDigital Talkshow berichteten: heise.de, Meedia, netzpiloten,berufebilder und Wirres.net